Wanddruck für das Werkbundarchiv – Museum der Dinge

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Wanddruck für das Werkbundarchiv – Museum der Dinge

Für die Sonderausstellung „Gestalten für Berlin – Design aus der Kunsthochschule Berlin-Weißensee“ durften wir Mitte März eine großformatige Illustration im Werkbundarchiv – Museum der Dinge direkt auf eine Wand drucken. Das rund drei Meter breite und zwei Meter hohe Motiv wurde mithilfe unseres Wanddruckers innerhalb eines Tages auf der verputzten Wandfläche umgesetzt.

Die Sonderausstellung widmet sich dem Design aus der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Als Teil der Ausstellung sollte eine große, von Polly Härle gestaltete Illustration direkt auf einer Wand des Museums platziert werden. Die Gestaltung und die fertigen Druckdaten wurden vom Werkbundarchiv – Museum der Dinge bereitgestellt.

Bei dem Motiv handelt es sich um ein sogenanntes Wimmelbild. Wimmelbilder sind detailreiche Illustrationen, in denen zahlreiche Figuren, Gegenstände und einzelne Szenen zu einem großen Gesamtbild verbunden werden. Sie laden dazu ein, das Motiv länger zu betrachten und dabei immer wieder neue Details und Zusammenhänge zu entdecken.

Innerhalb der Ausstellung dient der Wanddruck als rein künstlerisches Gestaltungselement. Durch seine Größe und die unmittelbare Verbindung mit der Wand wird die Illustration zu einem festen Bestandteil der räumlichen Inszenierung.

Die Aufgabe

  1. Transport des mobilen Wanddruckers zum Werkbundarchiv – Museum der Dinge
  2. Aufbau und fachgerechte Montage des Wanddruckers vor Ort
  3. Exakte Ausrichtung des Schienensystems an der vorgesehenen Wandfläche
  4. Einrichtung und Kalibrierung des Druckers entsprechend der Position und Größe des Motivs
  5. Direkter Druck des Wimmelbildes auf die verputzte Wand
  6. Demontage und Abtransport des Wanddruckers nach Abschluss der Arbeiten

 

Material und Drucktechnik

Gedruckt wurde im UV-Direktdruck mit einem mobilen Wanddrucker. Dabei bewegt sich der Druckkopf computergesteuert entlang eines zuvor ausgerichteten Schienensystems und überträgt das Motiv Schritt für Schritt auf die Wand.

Die verwendeten UV-Farben werden unmittelbar während des Druckvorgangs ausgehärtet. Dadurch entsteht ein präzises und detailreiches Druckbild direkt auf dem Untergrund. Ein zusätzlicher Weiß-Unterdruck war bei diesem Projekt nicht erforderlich, da auf einer hellen, verputzten Wand gearbeitet wurde.

    Zusammenfassung Material:

  • Bedruckte Fläche: etwa 3 × 2 Meter
  • Untergrund: helle, verputzte Wand
  • Druckverfahren: UV-Direktdruck
  • Drucksystem: mobiler Wanddrucker mit Schienensystem
  • Druckfarben: direkt aushärtende UV-Farben
  • Kein zusätzlicher Weiß-Unterdruck
  • Keine Folie, Tapete oder bedruckte Platte als Trägermaterial
  • Digitale Illustration von Polly Härle als Druckmotiv

 
Gerade bei einem Wimmelbild kommt es auf die saubere Wiedergabe zahlreicher kleiner Elemente an. Die digitale Drucktechnik ermöglicht es, auch umfangreiche Illustrationen mit feinen Linien, unterschiedlichen Farbtönen und vielen Details großformatig auf einer Wand darzustellen.

Die Ausführung

Die Umsetzung erfolgte innerhalb eines Tages. Nach dem Transport des Wanddruckers in das Museum wurde das Schienensystem vor der vorgesehenen Wandfläche aufgebaut. Anschließend mussten die Schienen exakt ausgerichtet und der Drucker passend zur Position und Größe des Motivs eingestellt werden.

Dieser Arbeitsschritt ist entscheidend für das spätere Druckergebnis. Bereits kleine Abweichungen bei der Ausrichtung können dazu führen, dass das Motiv nicht gerade auf der Wand erscheint oder die vorgesehene Position nicht exakt eingehalten wird. Der Aufbau und die Einrichtung des Systems erfordern daher Erfahrung im Umgang mit dem Wanddrucker und ein genaues Verständnis der technischen Abläufe.

Nach der Kalibrierung konnte das Motiv direkt auf die verputzte Wand gedruckt werden. Im Anschluss wurde der Wanddrucker wieder demontiert und abtransportiert. Zusätzliche Folierungs-, Kaschier- oder Montagearbeiten an der Wand waren nicht notwendig.

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